21.07.2010

MYOG PRIMALOFT-ONE QUILT

Lecker warmer Mantel mit Kragen im Nacken





















Dieses kleine Projekt hatte zweierlei Gründe:

Zum Einen brauchte ich eine adäquate und multifunktionale Isolation für 
meinen Vorstoß in die XUL Welt 

Und zum Anderen fehlte bisher eine optimale Ergänzung zu unseren Daunenschlafsäcken für 
Wintertouren um den Taupunkt innerhalb des Schlafsetups innerhalb der Kunstfaser zu 
positionieren und gleichzeitig auf einen Bivy verzichten zu können.

Vorgaben für den Quilt:
Leicht (was sonst!)
Komforttemperatur bis 10°C
Unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit

Benötigte Funktionen:
Quilt mit Fußbox
Einfache Decke
Mantel

Da der Quilt multifunktional als Mantel in Bewegung sowie auch ohne Bivy funktionieren sollte, 
schied Daune für diesen Quilt als Isolationsmaterial leider aus. Ein Quilt mit den gleichen 
Features und Daunenfüllung wird gewiss folgen, wird dann aber gemäß der multifunktionalen 
Nutzbarkeit eingeschränkter sein.

Daten:
Gewicht: 482g 
Maße: 140/120 x 200 cm
Außenmaterial: Momentum (30g/m²)
Innenmaterial: Pertex Quantum (32g/m²)
Isolation: Primaloft One (133g/m²)
Loft: ~2,5cm

Vor- und Nachteile gegenüber einem Daunenquilt:
+ Günstiger 
+ Einfachere Verarbeitung
+ Deutlich unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit
+ Auch beim Laufen nutzbar ohne den Loft zu eliminieren
+ Gute Ergänzung für Wintertouren

- Höheres Gewicht
- Kurze Lebenserwartung
- Schlechteres Schlafklima
- Höheres Packmaß
- Niedrigeres Isolationsvermögen (bei gleichem Füllgewicht)

Und natürlich einige Bilder:

Quilt von Außen
Lecker warmer Mantel mit Kragen im Nacken


                                                             

Quilt von Unten
Reißverschluss für die Fußbox
Kittyclip zum Sichern des RV
Verstellbare Gurtbänder
  


Kopföffnung von Innen
Kopföffnung von Außen
Kopföffnung offen.






Der Kittyclip dient gleichzeitig dazu den Quilt im Mantelmodus auf dem Rücken zu schließen. 
Mit den langen Gurtbändern kann der Mantel im vorderen Bereich bei Bedarf zusätzlich 
geschlossen werden. Die primaloftgefütterte Abdeckung der Kopföffnung schützt vor 
Kältebrücken und dient zudem als Kragen im Mantelmodus.



Fazit:
Einige Male konnte ich den Quilt schon nutzen und bisher hat er sich prächtig geschlagen.  
Nun, 482g ist nun wirklich kein Rekord, aber dafür ist das Teil auch während seiner kurzen 
Lebensdauer wunderbar unempfindlich und verzeiht mehr Fehler als ein Daunenteil.

Die bisherige Tiefsttemperatur betrug 13°C. Dabei hatte ich den Quilt nur als Decke genutzt 
und wir hatten viel Morgentau. Ich denke, dass bei ~ 8°C die Komfortgrenze erreicht sein wird, 
aber das ist für Sommertouren absolut ausreichend. 

Dem Daunenquilt würde ich aber seitliche Stormflaps verpassen. Wenn man den Quilt nur als 
Decke nutzt fehlen sie dann doch ein wenig.

An dieser Stelle schließe ich dieses kurze Review



Beste Grüße und stay tuned!
LAUFBURSCHE

Kommentare:

  1. geniales Teil.. wie dein gesamter Blog doch wer ist dieser finster dreinblickende Stadtparkflitzer mit der heißen Sonnenbrille? lol

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  2. Und ich dachte, dass ich freundlich dreinblicke.
    Ich müsste allerdings mal öfter in die Sonne, bisher ist der Sommer leider an mir vorübergegangen.

    Grüße
    LaBu

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  3. Bei so'ner Klamotte kann man, glaub' ich, so freundlich gucken, wie man will. Man sieht immer fies aus :) :P

    Hmmm. Ich plane seit geraumer Zeit Ähnliches, allerdings wohl ohne Kopfschlitz (dafür bräuchte ich eine detaillierte Anleitung *gg*) mit 60g Primaloft. Gewichttechnisch bringt das was, klar, aber temperaturtechnisch wird's sicherlich eng. Hast du vergleichende Vorrerfahrungen bzgl. 60er vs 133er?

    Beste Grüße,
    Hofnarr

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  4. @hofnarr
    Die Kopföffnung ist garnicht so schwer
    und erhöht die Funktionalität ungemein.

    60er PL1 ist ein bisschen wenig für den Quilt.
    Da lohnt sich der Arbeitsaufwand wohl kaum,
    zumal die Außenhülle dann mehr wiegt als
    die Füllung. Bisher habe ich 60er PL1 nur
    in Kleidungsstücken eingesetzt und kann
    keinen direkten Vergleich anstellen.
    Da 133er jedoch mehr als doppelt so dick
    ist, kann man sich ja vorstellen welchen
    Unterschied das macht. Errechnet habe ich
    den CLO-Wert jedoch nicht.

    Also entweder Daune oder 133er.

    Beste Grüße
    LaBu

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  5. Besten Dank für die Einschätzung!

    Mein alter Kufa-Schlafsack von Ajungilak hat schätzungsweise einen Loft, der dem 60er entsprechen dürfte. Ich komme ganz gut bis ca. 12° damit klar - daher meine Überlegungen.

    Aber natürlich hast du recht: vom 133 hat man unverhältnismäßig mehr.

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  6. Ich wollte mir zum Bergsteigen einen Halfbag anfertigen meinst du das ich darfüt Primaloft 200g
    reichen für Tempraturen um den Gefrierpunkt.
    Ausserdem reicht es bei der Sportversion wenn man keine stütz Nähte macht?
    Ich habe auf Trekking ULtraleicht noch keine Antworten bekommen.
    http://www.trekking-ultraleicht.de/forum/viewthread.php?forum_id=3&thread_id=1283

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  7. Hallo,

    bei den Nachteilen steht "Kurze Lebenserwartung".
    Kannst du kurz erklären warum(Abnutzung, Alterungserscheinungen des Materials)?
    Wie sind die Erfahrungen nach >1 Jahr?

    Jörg

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